Vogel-Radar für die Windräder - Die Gegenargumente purzeln!

11.11.2011

Salzburg erleichtert die Genehmigung, Landtag relativ einig (Kronen Zeitung, 11. Nov. 2011 S. 16-17)

Kritiker der Windkraft verweisen gerne auf die Vögel, die angeblich durch die riesigen Rotorblätter getötet werden. "Am Brenner werden Windräder mit einem Vogelradar ausgestattet. Nähert sich ein großes Exemplar oder ein Schwarm, stoppt das Windrad automatisch", erklärt Rudolf Krugluger, Energieexperte beim Land. Ein Problem, das damit gelöst wäre. Das Gegenargument der Eisbildung ist auch technisch gelöst. "Das Rad erkennt, wenn es wegen des Eises unrund läuft, eine Heizung wird aktiviert. Bis es eisfrei ist, stoppt das Windrad", so der Experte. Bedenken, dass ein Rad umfallen könnte? "Unmöglich", sagt Krugluger. Der Lärm? "Da muss in Salzburg ohnehin ein Gutachten gemacht werden. Sobald man es in einer Wohnsiedlung hören würde, wird nicht gebaut." Schäden für den Tourismus? Auch das widerlegt das Büro Eisl: "Im Nordburgenland steigen die Nächtigungen und es gibt keine Untersuchungen, dass sich Windräder negativ auf den Tourismus auswirken", sagt Krugluger. Er möchte die Bedenken nicht herunter spielen, betont allerdings: "Nachbarschaftsrecht ist mir ganz wichtig, aber man kann es auch übertreiben." Jedenfalls zeigt der neue "Windatlas", dass es in Salzburg einige potenzielle Standorte für Windräder gibt. Aineck, Pass Lueg, Thalgau und der Alpenhauptkamm werden da genannt. Eine von Landesrat Sepp Eisl angeregte Arbeitsgruppe will die Genehmigungsschritte bald erleichtern und steht Interessenten mit Rat und Tat zur Seite. "Die Verfahren sollen allgemein erleichtert werden. Da es sich um Landesgesetze handelt, können wir es schaffen", hofft Eisl.

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