Landeshauptfrau sagt: "Ich geniere mich eigentlich schon dafür, dass sich bei uns immer noch kein Windrad dreht!"

17.11.2012

Kritik an „Blockadepolitik der Naturschützer“

Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) kritisiert heftig die Blockadepolitik der Naturschützer. Anlass ist die Debatte über den Bau weiterer Wasserkraftwerke.

Außerdem habe die Naturschutzabteilung des Landes bisher den Bau von Windturbinen konsequent verhindert, kritisiert Burgstaller.

„Salzburg entwickelt sich zum Behinderungsland“

„Salzburg entwickelt sich hier allmählich zu einem Behinderungsland. Bisher wurden alle diesbezüglichen Projekte, die auf den Tisch gelegt wurden, über den Naturschutz begraben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei uns in Salzburg die Anforderungen um soviel strenger sein müssen als in anderen Bundesländern. Und ich geniere mich eigentlich schon dafür, dass sich bei uns noch immer kein Windrad dreht.“

„Dürfen nicht die Hände in den Schoß legen“

Es gebe eben Projekte, die im Interesse der Gemeinschaft seien, betont Burgstaller. „Da müssen eigene Interessen halt einmal zurückstehen. Unsere Gesellschaft braucht Energie und auch Verkehr, wobei bei letzterem die Frage berechtigt ist, ob soviel notwendig ist. Daher muss es auch einen Ausgleich für Menschen geben, die dadurch mehr belastet ist. Was man aber nicht tun darf, ist, die Hände in den Schoß legen und solange warten, bis irgendwann einmal die Energieversorgung zusammenbricht.“

„Können nicht auf Wasserkraft verzichten“

Burgstaller spricht damit auch auf die ÖVP an, die eine Nachdenkpause beim neuen Mur-Kraftwerk verlangt hat. Salzburg könne es sich nicht leisten, auf die Nutzung der Wasserkraft zur Energieerzeugung zu verzichten, ergänzte Burgstaller.

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