Windräder und Nachbarschaft (13. März 2012)

05.10.2012

Leserbrief an die SN

Die auf der Staatsbürger-Seite der Salzburger Nachrichten in den letzten Wochen veröffentlichten Kommentare zu Problemen von Nachbarn von Windrädern mit Schall- und Schattenwurfemissionen („Discoeffekt“) machen klar, dass Windenergie nahe am Siedlungsraum zu vielfältigen Problemen führen kann. Für in Salzburg bisher eingereichte Projekte treffen aufgrund der weit über die zitierten Abstände hinausgehenden Entfernung der Windradstandorte diese kritischen Abstände und möglichen Belästigungen nicht zu, das zeigen auch die vorliegenden Untersuchungen über Schallemissionen und Schattenwurf. Zur Vermeidung von Risiken wegen des möglichen Abfalls von Eis und Raureif gibt es von Seiten der Expertengruppe des Landes schon Kriterien – hoffentlich auch bald für Seilwege, Freileitungen sowie Brücken, weil hier dieses Problem ja in viel größerem Ausmaße besteht. Wie sich Kleinwindkraftanlagen hinsichtlich Schall- und Schattenemissionen sowie Eisfall verhalten werden, wird sich noch weisen. Hierzu ist eine Initiative der Salzburger Landesregierung angekündigt. Immerhin sind ja mehr als 3.000 Kleinwindräder notwendig, um den Ertrag einer Großwindkraftanlage zu erzielen, für die im Auftrag des Landes erstellte Planung für 2020 wären es mehr als 300.000 Kleinwindräder.

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