25.05.2011
Wer „grünen“ Strom beziehen will, darf sich nicht nur auf die Kennzeichnung verlassen. Geschätzte sechs Prozent der Importe sind Atomstrom.
Dass es in Österreich kein Atomkraftwerk gibt, bedeutet nicht, dass hierzulande kein Atomstrom beim Verbraucher landet. Laut Schätzungen beträgt der Atomstromanteil, der über Importe ins Land kommt, mindestens 6,4 Prozent. Ein weiteres Fünftel des österreichischen Stroms stammt aus der Verbrennung fossiler Energieträger.
Wer Wert auf „grünen“ Strom legt, kann sich zwar an Herkunftsnachweisen und Gütesiegeln orientieren. Zu beachten ist aber, dass die einzelnen Kennzeichnungen unterschiedliche Aussagekraft haben. Energiemengen, für die entsprechende Belege fehlen, können zudem legal als „Strom unbekannter Herkunft“ ausgewiesen werden. Laut E-Control betrug dieser Anteil im Jahr 2009 immerhin 17,5 Prozent.