Energiewende – mit voller Kraft voraus

11.05.2012

LR Sepp Eisl: „Wir alle können unseren Beitrag leisten!“

Der Zeitpunkt, zu dem Salzburg sich aus eigener Kraft heraus mit Energie versorgen kann, ist fix. Es ist das Jahr 2050. Doch damit dieses Ziel auch erreicht werden kann, muss es von jedem Einzelnen mitgetragen werden. In Umfragen zeigt sich zwar stets eine breite Zustimmung für umweltfreundliche Energieformen, wenn es dann aber um die Umsetzung geht, ist man mit Einwänden schnell zur Hand. „Vielfach geht es vor allem um Information. Mit einer kostenlosen Energieberatung kann oft bis zu 50 Prozent Einsparungspotential bei Haushalten finden. Nämlich ohne Abstriche bei der Lebensqualität“, sagt Energie-Landesrat Sepp Eisl, „weiters werden wir Anreize für den Umstieg auf erneuerbare Energie ausbauen.“

Von Windkraft bis Biomasse

„Auf dem Weg zur Energieautonomie fehlen derzeit 100 bis 200 Windräder und drei bis vier große bzw. entsprechend mehr kleinere Wasserkraftwerke“, rechnet Mag. Rudolf Krug­luger, Leiter der Abteilung „Energiewirtschaft und
-beratung“ im Energieressort des Landes, vor. „Dazu müsste die Nutzung der Solarkraft sowohl zur Stromerzeugung als auch im thermischen Bereich versechsfacht und die von Biomasse verdoppelt werden.“
Mit dafür förderlichen Maßnahmen hat das Land bereits begonnen. Dazu zählt etwa eine vom Land in Auftrag gegebene Vogelzugstudie. Sie wird das Jahr über die von den Zugvögeln gewählten Routen genau erfassen und dann zum Ende des Jahres zukünftigen Betreibern wertvolle Informationen zu Standorten bzw. über die Sinnhaftigkeit von Vogelradargeräten (damit würden Wind­räder beim Anflug der Tiere automatisch abgeschaltet) und damit die naturschutzrechtlichen Voraussetzungen liefern. Dazu sollen die einzelnen Genehmigungsverfahren, die bisher der Reihe nach abgewickelt wurden und dadurch oft Jahre gebraucht haben, zusammengefasst und verkürzt werden.

Von Wasserkraft bis Solarenergie

Um die Errichtung von Solaranlagen voranzutreiben, hat das Ressort Eisl mit der Solar­offensive ein ganzes Paket von Anreizen geschnürt – dazu gehört neben Förderungen und dem Abbau behördlicher Schranken auch eine entsprechende Bewusstseinsbildung. Ähnliches gilt für den Ausbau der Biomasse. Hier sollen sowohl die Umstellung privater Heizanlagen als auch die Errichtung von Heizkraftwerken in den Gemeinden, wo dies sinnvoll ist, gefördert werden. Kreative Lösungen haben die Energieexperten auch im Bereich der Wasserkraft parat. „Wir haben eine Bundesförderung erwirkt, die für Kleinkraftwerke in Verbindung mit Beschneiungsteichen gilt“, so Eisl weiter, „und zwar dann, wenn der Zufluss und der Weiterfluss ins Tal auf natürliche Weise erfolgen.“ Für diese und weitere Fragen rund um die Errichtung und Modernisierung von Kleinkraftwerken wurde vom Land eine eigene Anlaufstelle geschaffen, die ab sofort von jedem Interessenten genutzt werden kann.

Zurück